Die Flöte

In der langen Entwicklungsgeschichte der Querflöte, von der steinzeitlichen Knochenflöte bis hin zur modernen Goldflöte, nimmt Theobald Böhm (1794 – 1881) eine herausragende Stellung ein.

 


Er revolutionierte nicht nur
1. die Mechanik und das Griffsystem (Böhm-System), sondern änderte auch den
2. konischen Verlauf der Traversflöte auf einen zylindrischen, bei dem sich das Kopfstück zusätzlich zum Mundloch hin verjüngt.

Diese zweite Entwicklung wird weniger oft erwähnt, ist aber für den Klang einer modernen Flöte von entscheidender Bedeutung.

Betrachtet man die Entwicklung der Flöte seit Böhms Arbeiten, ist es interessant festzustellen, dass sich am Klappenmechanismus fast nichts mehr geändert hat, während der Bau des Kopfstückes grundlegenden Veränderungen unterworfen war und ist.

So kann man heute davon ausgehen, dass ein Großteil der Klangcharakteristik einer Flöte wie Volumen, Ansprechverhalten und Tonfarbe wesentlich vom Kopfstück beeinflusst werden.